Ratgeber für die Einkaufsabteilung

Was wollen Sie eigentlich?

Grundlage für eine bedarfsgerechte Lieferung ist Iogischerweise Ihr Bedarf. Ihnen passend dazu das Richtige zu liefern ist relativ leicht, wenn vor allem Sie wissen was Sie eigentlich wollen. Gerade ganz am Anfang dürfen Sie sich ruhig etwas Zeit nehmen dies genau zu benennen und natürlich helfen wir Ihnen dabei.

Faktor Qualität

Wer billig kauft, kauf zweimal. Diese Binsenweisheit beinhaltet viel Wahres und muss am Ende tatsächlich nicht unbedingt heißen, dass Sie unbedingt teurer kaufen sollten. Manchmal kann es sogar ratsam sein lieber 2mal zu kaufen, als einmal im höheren Preissegment. Wichtig ist nur, dass Sie diese Entscheidung bewusst treffen. Achten Sie dazu auf:

Textilien nach OEKO-TEX STANDARD 100

Das Gütezeichen OEKO-TEX STANDARD 100 zertifiziert die schadstofffreien Inhaltsstoffe Ihrer zukünftigen Arbeitskleidung, sowie deren gesundheitliche Unbedenklichkeit. Da die Textilien im Berufsalltag täglich viele Stunden getragen werden ist es unabdingbar, dass diese Standards erfüllt werden.

Passform = Wohlfühlfaktor

Mitarbeiter und Angestellte sollen sich während Ihrer Arbeit wohlfühlen. Nicht nur aufgrund der Materialbeschaffenheit der Arbeitskleidung, sondern auch nicht zuletzt weil die neue Kleidung einfach sitzt wie sie sitzen soll. Da es leider in unserer sonst so bürokratisch geregelten Welt bisher nicht der Fall ist, dass Kleidergrößen einheitlich genormt sind, und es aufgrund dessen zwischen einzelnen Herstellern große Abweichungen innerhalb der Konfektionierungen gibt, ist es wichtig, dass Sie unseren Musterservice nutzen. So können Sie Mitarbeitern die Möglichkeit geben Ihre spätere Berufskluft zu testen. Das Resultat ist dann perfekte Passform für jeden und jede. Das sieht man dann später nicht nur am Sitz der Kleidung, sondern auch an der Ausstrahlung der Mitarbeiter.

faire Produktionsbedingungen

Fair Wear, oder fair trade, oder andere Zertifikate bestätigen unter welchen Umständen Ihre Berufskleidung in der Ursprungsländern gefertigt wurde. Wie wichtig ist Ihnen ein solches Zertifikat? Gern helfen wir Ihnen durch den Siegel-Dschungel und finden das optimale Produkt zu Ihren Anforderungen.

Faktor Optik

Sicher haben Sie schon eine Idee, wie ihre spätere Produktionsmannschaft, oder Ihr Hotel-Serviceteam aussehen soll. Skizzieren Sie gern Ihre Vorstellung bevor Sie weiterlesen!

Wie weit wollen Sie gehen?

CI- Corporate Design, Corporate Fashion, einheitlicher Look. Unter Corporate Identity versteht man das visuelle Auftreten eines Unternehmens oder Organisation. Nun müssen Sie aber nicht zwangsläufig alle Kriterien eines so großen Konstruktes erfüllen. Erste kleine Schritte können hier schon große Wirkung haben. Ein geschlossenes Team lässt sich bereits durch das Tragen von einer einheitlichen Oberbekleidungsfarbe erkennen. Die Ausstattung vom Cap bis zur Schürze ist natürlich auch denkbar, sowie das Veredeln der Arbeitskleidung mit Ihrem Logo.

Zwiebel-Look (Mehrschicht-Bekleidung)

Die 3-lagige Schichtbekleidung hat sich im Arbeitsalltag durchgesetzt. So ist es wichtig eine Unterschicht über ein Textil ab zu decken, dass direkt auf der Haut getragen wird, eine Mittelschicht wie ein Sweatshirt, oder Hemd und Bluse kann darüber getragen werden und die Deckschicht stellt meist eine Jacke mit Reißverschluss, wie zum Beispiel eine Softshell-, oder Fleecejacke, oder auch Warnschutzkleidung dar. In diesem Zwiebellook kann kommen was will, Mitarbeiter sind immer passend gerüstet und perfekt ausgestattet, auch wenn das Wetter mal umschlagen sollte.

Anforderungsprofil

Es leuchtet ein: Der Bademeister im Schwimmbad hat andere Anforderungen bei der Wahl seiner Arbeitsbekleidung als der Werksmitarbeiter in der Schlosserei. Daher ist es enorm wichtig, dass Sie die Anforderungen an Ihre Arbeitskleidung so gut wie möglich definieren. Es gibt neben den „normalen“ Unterscheidungen wie Kleidung für Kundenkontakt, oder strapazierfähiger Funktionskleidung für den Außenbereich weitere wichtige Kriterien wie flammhemmend, oder schweißfest. Natürlich sind wir bei der Eignungsfestlegung behilflich, aber beziehen Sie auch ihr Personal mit ein. Kleidung die selbst gewählt wurde, wird am Ende auch gern getragen.

Ihr Team – Ihre Visitenkarte

Berufskleidung ist viel mehr als nur das Tragen von Kleidung während der Arbeit.

einheitlich und doch individuell

Einheitliche Berufsbekleidung muss nicht von oben herab diktiert sein. Ihr selbst definiertes Corporate Design kann z.B. „rotes Oberteil“ festlegen, und trotzdem haben Mitarbeiter die Möglichkeit in der Basisschicht zwischen T-Shirt, Poloshirt, oder Tank-Top zu wählen. Ziel der Arbeitskleidung ist es nicht eine Masse von Schafen zu schaffen, sondern ein Team mit gleichen Werten, Ansätzen und Zielen zu kreieren. Je stärker sich Ihre Mitarbeiter mit der Kleidung identifizieren, desto größer wird auch die Akzeptanz und der damit positive Effekt für Ihr Unternehmen und Ihre Kunden sein.

Die richtige Verpackung macht´s

Der Ansatz ist nicht neu, nur vielleicht in diesem Bereich nicht ganz so bekannt. Egal wo Sie als Kunde die Schwelle überschreiten, zeigt ein Mitarbeiter über seine Arbeitskleidung direkt, dass er kompetent für die Fragen, die Sie an das Unternehmen stellen wollen steht. Von der ersten Sekunde an schafft die Arbeitskleidung Vertrauen und vermittelt Orientierung. Gepaart mit dem Wohlfühlfaktor des jeweiligen Mitarbeiters in seiner Berufsbekleidung steht nun der professionellen Beratung nichts mehr im Wege.

Alle für einen – einer für alle

Der Teamgeist ist für ein Unternehmen einer der wichtigsten Wachstumsfaktoren schlechthin. Ihre Mitarbeiter sollen nicht nur für den Kunden, und für das Unternehmen da sein, sie sollen auch füreinander einstehen, sich helfen, sich unterstützen, sich (übertrieben gesagt) geborgen fühlen. Eine gut gewählte Teamkleidung ist DER MOTIVATIONSBOOSTER schlecht hin. Vom ersten Anblick ist klar, wer dazu gehört, und wer nicht. Unterschätzen Sie diesen Faktor nicht.

Passende Form und Größenlauf

Kleidung soll passen, egal ob im Beruf, oder privat, das dürfen Ihre Mitarbeiter erwarten und gleichzeitig sind Sie Ihnen das schuldig. Damit das auch gelingt hier ein Überblick zu verschiedenen Schnitten.

Konfektionsgrößen, Passformen

Wie bereits erwähnt sind Kleidungsgrößen nicht genormt. Daher kommt es immer wieder zu Abweichungen, wenn Sie zwischen verschiedenen Textilien verschiedener Hersteller wechseln. Es gibt aber Hersteller, wie z. B. Hakro, Kansas, Planam, oder Olymp, die sich ein einheitliches Maß entlang Ihrer Linien selbst auferlegt haben. Diese ausgewählten Hersteller garantieren eine einheitliche Maßeinheit entlang Ihres gesamten Sortiments, so dass die Jacke in XL auch wie das Polo on XL ausfällt. Das erspart einiges an Bemusterung der Belegschaft und macht auch den Nachkauf einfach.

Schnitte und Fittings

Unabhängig von der Maßgarantie haben sich Herstellerübergreifend folgende Schnittführungen und Passformen durchgesetzt:

Comfort Fit
  • legere Passform
  • viel Bewegungsfreiheit
  • extra bequem
  • lässig geschnitten
Regular Fit
  • klassische Passform
  • ausreichend Bewegungsfreiheit
  • leichte Körperbetonung
  • bequem
Body Fit
  • taillierte Passform
  • schmale Silhouette
  • Körperbetonung
  • modisch geschnitten

Farben, Farbtöne, Pantonefarben

Seit immer schärfer werdendem Ultra HD, 4K und besser werdenden Handydisplays sind wir ein breites Spektrum an Farben gewöhnt und wollen dies auch im Alltag nicht mehr missen.

Farbechtheit und Waschbeständigkeit

Ein intensiver Farbton, der zur Unternehmensfarbe passt und auch nach häufigem Waschen noch so aussieht ist die Basis für einen tollen Auftritt Ihrer Mitarbeiter. Daher ist nicht nur die Wahl, sondern auch die Haltbarkeit ggfs. von großer Bedeutung. Selbst schwarz, ist nicht unbedingt gleich schwarz. Einige Hersteller haben mit eigens entwickelten Farbmanagementsystemen eine Farbechtheit über verschiedene Produktgruppen hinweg entwickelt und schaffen es so Farbtöne reproduzierbar anzubieten.

Branchenspezifische Farben

Es muss aber nicht immer ein spezieller Farbton sein. branchenspezifische Farben haben sich mittlerweile längst durchgesetzt. Ein Gartenlandschaftsgärtner im grünen Zwirn, oder ein Maler im weißen Polo ist garantiert passend gekleidet, erst recht, wenn sein Firmenlogo noch farbig aufgestickt wird. Es gibt sämtliche Basic-Farben in verschiedenen Nuancen von der Stange. Je nach Unternehmensgröße kann dies völlig ausreichend sein, ohne dass Sie bei dem Effekt einer einheitlichen Arbeitskleidung Einbußen in Kauf nehmen müssen.

Unternehmensfarben nach Farbcode

Sie haben bereits ein komplettes Corporate Identity definiert? Herzlichen Glückwunsch. Auch in diesem Fall könnte die Kombination aus Branchenfarbe und Textilveredelung passend sein, oder wir produzieren die Textilien exakt nach Ihren Wünschen nach Ihren Farbangaben. Nichts ist unmöglich.

Komplementäre

In einigen Bereichen sollen Mitarbeiter ganz besonders auffallen, oder die Mitarbeiterkleidung ist zweigeteilt, wie z.B. in einem Hotel im Servicebereich (Schürze und Bluse). Hier bietet es sich an die jeweilige Komplementärfarbe zum Haupttextil zu nutzen, um ein schönes einheitliches Bild zu erreichen.

Das Firmenlogo auf dem Herzen

Das Veredeln der Mitarbeiterkleidung mit Ihrem Logo gehört zum Muss. Je nach Textil und Anforderung an dieses gilt es nun die passende Textilveredelungsform auszuwählen.

Platzierung

Sicher werden Sie sich für das Platzieren Ihres Logos auf der neuen Arbeitsbekleidung entscheiden. Aber wo? Soll Ihr Firmenlogo klassisch auf dem Herzen zu sehen sein, oder sind Ihre Mitarbeiter häufig auch mit dem Rücken zum Kunden unterwegs? Soll es etwas modernes, ausgefallenes sein, wie schräg von vorne rechts nach hinten links umlaufend? Oder passt vielleicht ein dezentes Logo klein am Hemdkragen besser zu Ihrem Unternehmensbild? Je nach Veredelungstechnik und Textil sind einige Positionen möglich, oder auch nicht. Das Wichtigste ist, dass es passend zum Anlass ist.

Siebdruck

Die Drucktechnik für große Stückzahlen und hohe Ansprüche. Per Siebdruckverfahren lassen sich mehrfarbige Logos waschecht auch eine Vielzahl von Textilien aufbringen. Selbst Fotos oder Farbverläufe sind per Rasterdruck umsetzbar.

Stickerei

Seit je her zählt die Stickerei als edelste und langlebigste Form der Textilveredelung in jedes Portfolio eines Textilveredlers. Mittels präzisen Industriestickmaschinen können kleine Details und wunderbare Logodesigns auf Jacken, Polos und andere Kleidungsstücke aufgebracht werden. In der Regel überleben die Stickereien das bestickte Textil.

Transfersdruck

Der Transfersdruck ist strenggenommen keine eigene Drucktechnik, sondern beschreibt vielmehr einen Veredelungsvorgang, nämlich das Transferieren eines Aufdrucks auf das Textil. Dies kann ein Vorproduzierter Siebdruck sein, ein Colourtransfers aus einer UV Tintenproduktion, oder ein klassischer Flock- oder Flextransfers, der aus dem Sportbereich bekannt ist.

Die richtige Pflege

Bei der Planung einer Mitarbeiterkleidung kommt es von Anfang an auch darauf an, zu bedenken wie diese gepflegt wird. In Bezug auf die Budgetplanung wird der Kleidung meist ein gewisses Haltbarkeitsdatum zu geordnet und dieses soll sie natürlich auch schaffen. Nicht jede Kleidung ist für jede Wäsche geeignet, daher beziehen Sie diesen Faktor unbedingt mit ein.

gewerbliche Wäsche

Sehr beliebt ist es einen gewerblichen Wäscheservice zu engagieren, der für die Reinigung Ihrer Mitarbeiterkleidung verantwortlich ist. Sie kaufen nicht nur das Reinigen der Textilien ein, sondern schließen auch die Haftung evtl. Waschfehler aus, die ein gewerblicher Wäscheservice dann zu verantworten hätte. Natürlich ist die Berufsbekleidung hier härteren Belastungen ausgesetzt, als in der 30 Grad Wäsche zu Hause. Dazu gibt es spezielle Produktlinien, die diesen Anforderungen entsprechen.

Haushaltswäsche

Häufig werden die Textilien der Mitarbeiter auch von diesen zu Hause mit gewaschen. Dabei ist es wichtig, dass die Mitarbeiter eine Wascheinweisung zu Ihren Textilien erhalten und auch die Pflegehinweise in den Etiketten der Textilien beachten. Achten Sie beim Zuteilen der Arbeitsbekleidung darauf, dass jeder Mitarbeiter genügend Textilien hat, damit ein Waschen und Trocknen der Berufskleidung zu Hause auch möglich ist.

Stückzahl – Wieviel Kleidung braucht der Mensch?

Mitarbeiter sollen ausreichend Kleidung zur Verfügung haben, aber jedes teil, was zuviel im Schrank liegt muss nicht sein. Beachten Sie zur Kalkulation der Stückzahl gern unsere Kalkulationshilfen anhand von Erfahrungswerten.

erste Herangehensweise

Der Grad der Verschmutzung pro Tag bestimmt die Anzahl der Mitarbeiterkleidungsstücke, bzw. die Art der Tätigkeit Ihres Mitarbeiters. Es empfiehlt sich Mitarbeiter in Abteilungen oder Gruppen aufzuteilen und diesen Gruppen dann die einzelnen Bekleidungsschichten zu zuordnen. Danach erst legen Sie die Mengen für die einzelnen Mitarbeiter fest. So ergibt sich ein ziemlich schlüssiger Wert pro Mann/Frau.

Bekleidungsschicht Nummer eins

Pro Woche und Mitarbeiter sollten 5 Textilien, die direkt auf der Haut getragen werden zur Verfügung stehen. T-Shirts, Poloshirts und Tank-Tops sollten also jedem Mitarbeiter mindestens fünfmal ausgehändigt werden. So kann täglich frische Kleidung getragen werden und das Wochenende genutzt werden, um wieder genug saubere Kleidung für die nächste Woche bereit zu halten. Wir empfehlen einige Mehrartikel zur Sicherheit.

Bekleidungsschicht Nummer zwei

Mitarbeiterbekleidung der mittleren Bekleidungsschicht wie Sweatjacken, Hoodies, oder Fleecewesten müssen in der Regel nicht täglich gewechselt werden. Daher sollte jeder Mitarbeiter zwei bis drei dieser Modelle zur Verfügung haben, sowie ein weiteres zur Sicherheit.

Bekleidungsschicht Nummer drei

Die äußere Bekleidungsschicht oder Deckschicht ist in den meisten Fällen einfach ausreichend. Ohne direkten Hautkontakt, über der zweiten Schicht sollte diese Kleidungsschicht nur selten so stark verschmutzen, dass sie außerplanmäßig gewaschen werden muss. Natürlich können Berufsfelder wie Straßenbau oder Dachdeckerbetriebe hier von der Regel abweichen.

Mehrbedarf mit einplanen

Hinterher ist man immer schlauer.

Planen Sie einen Überschuss

Es ist ratsam bei der Erstorder gleich einen gewissen Überschuss mit einzuplanen. Veredelungen sind in höheren Stückzahl deutlich günstiger, als bei Kleinstbestellungen. Daher fahren Sie gut damit gleich für potentielle neue Mitarbeiter in gängigen Größen einen gewissen Vorrat einzuplanen. Fehlende Größen könnten Sie sonst unter Umständen „teuer“ zu stehen kommen.

Erweiterung und Nachbestellungen

Natürlich können Sie Ihr ausgewähltes Sortiment jederzeit erweitern und auch bei dringenden Nachbestellungen sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Eine Umsetzung wird sich immer zeitnah und unkompliziert realisieren lassen.